HelpCamp – Die Suchmaschine zur Flüchtlingshilfe (04.11.2015)

  1. HelpCamp – Die Suchmaschine zur Flüchtlingshilfe (04.11.2015)

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Die Hilfsbereitschaft auch bei uns Thüringen ist immernoch groß, wenn es um Unterstützung für Flüchtlinge geht. Aber wenn Sie helfen wollen, ist es manchmal gar nicht so einfach, herauszufinden, wo welche Hilfe gerade benötigt wird. Dazu gibt’s die neue Suchmaschine HelpCamp. Jonathan Rutsch hat sie erfunden:

HelpCamp macht es allen, die helfen wollen, sehr einfach, zu sehen, wer diese Hilfe benötigt. Und für die Leute, die Initiativen haben, bietet das ein digitales Zuhause und die Möglichkeit, viel besser und einfacher gefunden zu werden, von allen, die Hilfe anbieten wollen.

Die deutschlandweite Suchmaschine für Flüchtlingshilfe ist leicht zu bedienen. Sie gehen auf HelpCamp.de und geben Ihre Postleitzahl ein – und schon spuckt die Internetseite eine Übersicht aus, wo in Ihrer Umgebung gerade was benötigt wird: zum Beispiel Sachspenden, Hilfe im Alltag, Übersetzungshilfe oder private Unterkünfte.

Die beiden Webentwickler Jonathan Rutsch und Tobias Bär hatten die Idee zu HelpCamp vor ein paar Wochen, als sie sich selbst informieren wollten, wie sie helfen könnten. Auch Freunde hatten ihnen gesagt: Es fehlt genau das:

Es fehlt ein einheitliches Verzeichnis, das ganz einfach bedienbar ist, wo ich keine langen Recherchen anstellen muss, und genau durch den Zuspruch aus dem Freundeskreis haben wir dann gedacht: Okay, die Idee ist es wert, umgesetzt zu werden.

Gesagt, getan. Seit einem Monat ist HelpCamp.de jetzt online und viele Initiativen haben sich schon eingetragen. Außerdem sind die ehrenamtlichen Entwickler im Gespräch mit anderen Verzeichnis-Projekten, um die Daten zusammenzuführen. Aber gerade ist die Karte in Thüringen noch ziemlich leer. Deshalb lädt Rutsch alle Initiativen ein, sich gleich einzutragen und den aktuellen Bedarf anzugeben.

Und als weiteres Feature gibt es bei uns noch das „Radar“. D.h. ich kann mich auch als potentieller Helfer dort registrieren und sagen: Ich bin im Umkreis von 30 km um meinen Wohnort aktiv. Und wenn eine Initiative aus diesem Radius dringend Hilfe benötigt, dann können Initiativen über unser Radar ’nen Aufruf starten …

… und per Mail oder App erhalten alle Helfer im Umkreis eine Nachricht.

Stefan Erbe, Evangelische Redaktion